Herdschutzknöpfe: Das versehentliche Einschalten des Herds verhindern

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Herdschutzknöpfe verhindern, dass der Herd unbeabsichtigt eingeschaltet wird. Ein Streifen mit der Hüfte beim Vorbeigehen, ein Ärmel, der am Knopf hängen bleibt, eine Katze, die über die Arbeitsfläche läuft: Bei üblichen Drehknöpfen genügt das mitunter, um eine Platte in Gang zu setzen, ohne dass es jemand bemerkt. Genau diese Möglichkeit schließen die Schutzknöpfe aus, indem sie eine kleine zusätzliche Handlung verlangen.

So funktionieren Herdschutzknöpfe

Ein Herdschutzknopf ersetzt den vorhandenen Drehknopf am Herd. Der Unterschied steckt im Mechanismus: Der Knopf lässt sich erst drehen, wenn man ihn zuvor hineindrückt. Diese Kombination aus Drücken und Drehen geschieht bewusst, versehentlich löst sie kaum jemand aus. Montiert wird meist ohne Werkzeug, indem der alte Knopf abgezogen und der neue aufgesteckt wird. Für Elektroherde und Gasherde gibt es jeweils eigene Ausführungen, und die Knöpfe müssen zur Achse des Geräts passen, weshalb sich vor dem Kauf ein Blick auf das Herdmodell lohnt.

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Was sich im Alltag ändert

Für die kochende Person selbst ändert sich wenig, und das ist der eigentliche Vorteil. Der Herd bleibt der gewohnte, die Knöpfe sitzen an derselben Stelle, nur der Handgriff wird um eine Bewegung reicher. Nach kurzer Zeit geht das in Fleisch und Blut über. Spürbar wird der Unterschied vor allem dort, wo bisher unbemerkt etwas passierte: Ein angelehnter Körper oder ein Tier auf der Arbeitsfläche stellt keine Platte mehr an. Wer mit Enkelkindern im Haushalt lebt, gewinnt zusätzlich Ruhe, denn auch neugierige Kinderhände scheitern an der Kombination aus Drücken und Drehen.

Eine besondere Rolle spielen die Knöpfe im Zusammenhang mit einer Demenzerkrankung. Der Mechanismus verlangt nicht nur Kraft, sondern einen bewussten, zweistufigen Handlungsablauf, und genau dieser Anspruch überfordert manche Erkrankte. Wo das der Fall ist, bleibt der Herd unbenutzt, solange niemand danebensteht: Ist die betreuende Person außer Haus, unterwegs zum Einkaufen oder für einige Stunden bei der Arbeit, lässt sich die Platte nicht mehr aus einem Impuls heraus anstellen. Für Angehörige nimmt das eine reale Sorge, ohne dass die Küche gesperrt oder der Herd stillgelegt werden müsste. Sobald jemand dabei ist, wird ganz normal gekocht, unter Umständen sogar gemeinsam.

Ehrlich gesagt: Was Herdschutzknöpfe nicht leisten

Hier ist eine deutliche Klarstellung nötig, weil dieses Hilfsmittel häufig missverstanden wird. Herdschutzknöpfe schützen vor dem Einschalten, nicht vor dem Vergessen. Wenn Sie eine Platte anstellen und später nicht mehr wissen, ob Sie sie ausgeschaltet haben, ändert der Schutzknopf daran nichts: Der Herd läuft weiter, genau wie vorher. Wer diese Sorge kennt, braucht eine Herdabschaltung, also ein Gerät, das die Zufuhr nach einer bestimmten Zeit oder bei fehlender Bewegung in der Küche selbsttätig unterbricht. Zwei verschiedene Probleme, zwei verschiedene Lösungen. Auch beim Schutz vor unbeaufsichtigtem Kochen sollte man die Erwartungen kennen: Wie hoch die Hürde tatsächlich ist, hängt vom Stadium der Erkrankung und von der Tagesform ab. Eingeübte Handgriffe bleiben oft lange erhalten, sodass mancher den Mechanismus nach einigen Versuchen doch beherrscht, mitunter über Wochen hinweg zuverlässig. Als Verzögerung und als Bremse für den Augenblicksimpuls wirken die Knöpfe, als sichere Sperre für längere Abwesenheiten sind sie nicht gedacht. Hinzu kommt: Die Hürde beim Bedienen wirkt in beide Richtungen. Das Drücken und gleichzeitige Drehen verlangt etwas Kraft in den Fingern und eine gewisse Koordination, was bei Arthrose oder nachlassender Greifkraft mühsam sein kann. Ausprobieren vor dem Kauf ist deshalb ratsam, sonst wird aus der Sicherung ein Hindernis beim täglichen Kochen. Und schließlich sind die Knöpfe kein Schutz vor angebranntem Essen oder überkochenden Töpfen, sie sichern nur den Schalter.

Eine Lösung von mehreren

Herdschutzknöpfe sind eine von mehreren Möglichkeiten, die Küche sicherer zu machen, und sie decken nur einen Teil ab. Steht das Vergessen im Vordergrund, führt der Weg zu einer Herdabschaltung, die es als Zwischenstecker mit Zeitschaltung oder als Herdwächter mit Bewegungs- und Hitzesensor gibt, teils erstattungsfähig über die Pflegekasse. Manche neueren Herde bringen eine solche Abschaltautomatik bereits mit, ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt sich also, bevor man etwas kauft. Geht es darum, das Kochen in Abwesenheit einer Betreuungsperson zuverlässig auszuschließen, ist ein abschließbarer Schalter oder das Herausnehmen der Sicherung die härtere, aber sichere Variante, die allerdings jedes eigenständige Kochen unterbindet und deshalb gut überlegt sein will. Wer den Herd nur noch selten nutzt, fährt mitunter mit einer Mikrowelle oder einer Induktionsplatte mit Zeitschaltung besser, die sich von allein abschaltet und deren Fläche nicht heiß bleibt. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob das unbeabsichtigte Einschalten, das Vergessen des Ausschaltens oder das unbeaufsichtigte Kochen die eigentliche Gefahr ist und wie gut die Hände die zusätzliche Bewegung mitmachen.

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QUELLE:
https://thomas-schatz.de/hilfsmittel/herdschutzknoepfe-2/

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