Kategorie: Hilfsmittel für Senioren und die Erleichterung der Pflege
Mit den Jahren verändern sich Kraft, Beweglichkeit, Seh- und Hörvermögen. Was früher selbstverständlich war, das Anziehen einer Hose, das Greifen in ein hohes Fach, das Öffnen einer Tür oder das Gärtnern an einem sonnigen Vormittag, kann irgendwann mehr Mühe kosten als gewohnt. Auch für pflegende Angehörige stellt sich oft die Frage, an welcher Stelle ein einfaches Hilfsmittel den Alltag spürbar leichter macht, ohne den vertrauten Charakter des eigenen Zuhauses zu verändern.
In dieser Rubrik finden Sie eine wachsende Sammlung solcher Alltagshelfer, geordnet nach den Lebensbereichen, in denen sie zum Einsatz kommen: vom Bad über die Küche und das Schlafzimmer bis zu Garten, Kommunikation und Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Jeder Beitrag stellt ein konkretes Produkt oder eine Idee vor, ordnet ehrlich ein, wofür es taugt und wo seine Grenzen liegen, und versteht sich als ein Vorschlag unter mehreren möglichen Wegen, mehr Selbstständigkeit im Alter zu bewahren.
Eine persönliche Beratung bleibt dabei immer eine wertvolle Ergänzung. Ein örtliches Sanitätshaus, eine Ergotherapeutin oder ein Ergotherapeut, eine Wohnberatungsstelle oder ein Pflegestützpunkt kann die jeweilige Situation aus der Nähe einschätzen und ein Hilfsmittel auf den eigenen Alltag zuschneiden. Wer sich darüber hinaus einlesen möchte, findet in meinem Buch „Kleine Technik, große Hilfe“ einen zusammenhängenden Überblick über dieses Feld.
In jedem Smartphone stecken Einstellungen, die das Gerät leichter bedienbar machen, doch die wenigsten Besitzer kennen sie. Die Schrift lässt sich vergrößern, der Kontrast verstärken, und auf Wunsch liest das Gerät vor, was auf dem Bildschirm steht. Trotzdem legen viele Menschen ihr Handy entnervt...
Ein Smartphone steckt voller Möglichkeiten, doch genau diese Fülle wird zur Hürde, wenn die Symbole zu klein und die Menüs zu verschachtelt sind. Viele Menschen besitzen ein solches Gerät, oft von den Enkeln geschenkt, und nutzen am Ende doch nur einen Bruchteil, weil die...
Ein Telefon soll telefonieren, mehr nicht, so empfinden es viele Menschen, die mit den verschachtelten Menüs und winzigen Symbolen eines Smartphones nicht warm werden. Wenn die Augen nachlassen und die Finger nicht mehr treffsicher über glatte Bildschirme streichen, wird schon das simple Anrufen der...
Das Auswringen von Hand gehört zu den Momenten beim Bodenwischen, die Kraft und Beweglichkeit fordern. Man bückt sich über den Eimer, dreht den nassen Mopp mit beiden Händen aus und wuchtet anschließend das schwere Gefäß in den nächsten Raum. Wenn Rücken, Handgelenke oder Schultern...
Den Boden zu wischen zählt zu den Tätigkeiten im Haushalt, die mit den Jahren spürbar mühsamer werden. Der gefüllte Eimer will getragen, der Mopp ausgewrungen, der Rücken gebeugt werden. Lässt die Kraft in Armen und Händen nach, kostet schon das Vorbereiten Überwindung. Vielleicht geht...
Geht Ihnen das auch so? Das Fegen selbst ist schnell erledigt, aber das Hinunterbeugen zur niedrigen Kehrschaufel wird mit den Jahren zum unangenehmen Teil der Arbeit. Schuld sind oft Beschwerden im unteren Rücken, Arthrose in den Knien oder eine eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte. Eine...
Wer schon einmal um einen schweren Beistelltisch oder Sessel herumgesaugt hat, weil sich das Möbelstück kaum verschieben ließ, hat sich vielleicht schon Möbel auf Rollen gewünscht. Tatsächlich lassen sie sich mühelos zur Seite schieben, und das Reinigen darunter wird leichter. Bei Möbeln auf Rollen...
Wer schon einmal beim Wechseln des Bettlakens mit einer schweren Matratze gerungen hat, kennt die Mühe: Mit einer Hand die Matratze anheben, mit der anderen das Laken unterziehen, während Finger und Rücken protestieren. Mit den Jahren wird gerade diese Aufgabe beschwerlicher, etwa durch nachlassende...
Wer schon einmal auf einen hohen Kleiderschrank, unter das Bett oder hinter die Heizungsrippen schauen wollte, kennt die Stellen, an denen sich Staub besonders gern sammelt und die zugleich am schwersten zu erreichen sind. Was früher mit einem kurzen Griff auf die Leiter oder...
Wer schon einmal mit dem Staubsaugerkabel gerungen hat, das sich verheddert, sich beim Umstecken von Raum zu Raum bücken musste oder beinahe über das quer liegende Kabel gestolpert ist, kennt die kleinen Mühen des Saugens. Mit den Jahren fallen sie stärker ins Gewicht: Ein...
Das Körpergewicht zu beobachten gewinnt mit den Jahren an Bedeutung. Ein ungewollter Gewichtsverlust kann ein frühes Zeichen für eine Erkrankung sein, und auch der Verlust an Muskelmasse, der im Alter schleichend voranschreitet, wirkt sich auf Kraft, Beweglichkeit und Sturzrisiko aus. Eine smarte Waage, also...
Wer mit Diabetes Auto fährt und mit Insulin oder bestimmten Tabletten behandelt wird, kennt die Sorge vor einer Unterzuckerung am Steuer. Eine Hypoglykämie kann die Reaktionsfähigkeit und das Urteilsvermögen beeinträchtigen, und genau das macht sie im Straßenverkehr gefährlich. Moderne Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM)...
Fitnessuhren, Smartwatches und smarte Ringe sind längst nicht mehr nur etwas für sportliche junge Menschen. Auch im Alter wecken diese sogenannten Wearables Interesse, weil sie Bewegung, Puls und Schlaf erfassen und manche Modelle im Notfall sogar Hilfe rufen können. Bevor man sich ein solches...
Bei vielen Erkrankungen, die im höheren Lebensalter häufiger werden, gehört das regelmäßige Messen zu Hause zur Behandlung dazu: der Blutdruck bei Bluthochdruck, der Blutzucker bei Diabetes, das Gewicht bei Herzschwäche, die Sauerstoffsättigung bei bestimmten Lungenerkrankungen. Klassisch werden die Werte handschriftlich in ein Heft eingetragen,...
Das Durstgefühl lässt mit den Jahren nach, und im Tagesverlauf kann das Trinken unbemerkt zu kurz kommen. Die Folgen einer dauerhaft zu geringen Trinkmenge reichen von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche über Schwindel und ein erhöhtes Sturzrisiko bis zu Verwirrtheitszuständen. Neben einfachen Erinnerungshilfen wie markierten Flaschen...
Das Durstgefühl lässt mit den Jahren nach, das ist physiologisch gut belegt. Hinzu kommt, dass die Nieren im Alter weniger gut konzentrieren und der Körper damit empfindlicher auf eine zu geringe Trinkmenge reagiert. Im Alltag kann das dazu führen, dass über mehrere Stunden kaum...
Das Schneiden der eigenen Finger- und Zehennägel ist eine Tätigkeit, die mehr Voraussetzungen verlangt, als im Alltag bewusst wird: ruhige Hände, ausreichende Greifkraft an einem kleinen Werkzeug, eine gute Sicht aus naher Distanz und genug Beweglichkeit, um die Zehen überhaupt zu erreichen. Mit den...
Stürze gehören zu den häufigsten Unfallursachen im höheren Lebensalter. Mit nachlassender Muskelkraft, eingeschränkter Beweglichkeit, einer veränderten Knochendichte und manchmal einer Sehbeeinträchtigung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine kleine Unachtsamkeit Folgen hat. Besonders gefürchtet ist der hüftgelenknahe Oberschenkelbruch (umgangssprachlich Oberschenkelhalsbruch), weil er fast immer mit einer...
Wer schon einmal nach einer kurzen Pause auf einer kühlen Parkbank wieder aufgestanden ist, kennt das unangenehme Gefühl von Kälte am Rücken oder Steißbein. Mit den Jahren reagiert der Körper deutlicher darauf: Die Wärmeregulation lässt nach, der Anteil des wärmenden Unterhautfettgewebes verändert sich, und...
Wer mehrere Medikamente einnimmt, kennt das Problem mit den kleinen Beschriftungen auf den Verpackungen. Die Schriftgröße auf Faltschachteln und Beipackzetteln ist regulatorisch vorgegeben und für viele ältere Augen zu klein, gerade bei nachlassendem Sehvermögen, bei Makuladegeneration oder grauem Star. Hinzu kommt, dass im Alter...
Sorgfältiges Zähneputzen erfordert mehr Feinmotorik, als man im Alltag wahrnimmt. Mit den Jahren machen sich nachlassende Greifkraft, Arthrose in den Fingergelenken oder Bewegungseinschränkungen in der Schulter bemerkbar. Auch ein leichtes Zittern der Hände oder nachlassendes Sehvermögen wirken sich auf die Mundhygiene aus. Wer dauerhaft...
Mit den Jahren lässt der Geruchssinn nach, und auch das feine Gespür dafür, wann die Luft in einem Raum „verbraucht" ist, wird schwächer. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen, häufig in denselben Zimmern und mit eher zurückhaltendem Lüftungsverhalten in...
Mit den Jahren wird der Weg zur Wohnungstür für manche Menschen mühsam. Eingeschränkte Beweglichkeit in Hüfte oder Knie, ein Rollator, Schmerzen nach einer Operation oder eine Wohnung mit langem Flur machen jedes Klingeln zu einem kleinen Vorgang: aufstehen, Gehhilfe greifen, zur Tür gehen, am...
Längeres Arbeiten am Computer beansprucht Hände, Handgelenke und Unterarme oft mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Mit den Jahren machen sich nachlassende Greifkraft, Arthrose in den Fingergelenken oder Beschwerden im Schulter- und Nackenbereich bemerkbar, und genau dann werden Eingabegeräte, die jahrelang unauffällig...
Mit fortschreitender Demenz kommt es bei einem Teil der Betroffenen zu einer sogenannten Hinlauftendenz, früher meist Weglauftendenz genannt. Der Begriff hat sich gewandelt, weil die Betroffenen nicht weglaufen wollen, sondern auf dem Weg zu einem inneren Ziel sind: zur früheren Wohnung, zur Arbeit, zu...
Bei fortschreitender Demenz kommt es häufig zu nächtlicher Unruhe, zu Desorientierung beim Aufstehen oder zum unbemerkten Verlassen der Wohnung. Für Angehörige, die mit der betroffenen Person zusammen oder in unmittelbarer Nähe wohnen, ist das eine der schwierigsten Situationen: Sie möchten zur Stelle sein, wenn...
Wer schon einmal mit steifen oder schmerzenden Fingern versucht hat, einen kleinen Schlüssel ins Schloss zu bugsieren und dann auch noch zu drehen, kennt den Ärger. An manchen Tagen will der Schlüssel einfach nicht fassen, und das Hantieren mit dem schmalen Metallstück wird zur...
Viele Menschen lassen den Schlüssel aus Gewohnheit von innen im Türschloss stecken. Bei herkömmlichen Schließzylindern hat das eine Folge, die im Alltag oft unbemerkt bleibt: Die Tür lässt sich von außen mit einem zweiten Schlüssel nicht mehr öffnen. Solange alles seinen gewohnten Gang geht,...
Wer schon einmal nach einem mühsamen Aufstehen zur Tür gegangen ist, nur um festzustellen, dass der Besucher schon wieder weg war oder ein Werber davorstand, kennt das ungute Gefühl. Im Alter wird das Klingeln zur kleinen Herausforderung: Der Weg zur Tür ist beschwerlich und...
Klassische Türspione haben einen praktischen Zweck, aber auch ihre Tücken. Das Sichtfenster ist klein, das Bild oft unscharf, und der eingebaute Weitwinkel verzerrt die Gesichter zusätzlich. Im höheren Alter kommen weitere Schwierigkeiten hinzu: Eine nachlassende Sehkraft macht das Erkennen mühsamer, und das Bücken oder...
Wer schon einmal mit schmerzenden Knien aus dem Sessel hochgekommen und mühsam zur Tür gegangen ist, weiß, wie aufwendig dieser kurze Weg werden kann. Mit den Jahren häufen sich solche Momente. Die Beine wollen nicht so schnell, das Aufstehen kostet Überwindung, und manchmal kommt...
Viele Funkgongs lassen sich nicht nur an die Haustür anschließen. Sie bieten zusätzliche Sensoren, die sich an Fenstern, Türen oder in Räumen anbringen lassen und die das Klingelsystem zu einem flexiblen kleinen Helfer erweitern. Im Alter rücken zwei Anwendungen besonders in den Vordergrund: das...
Sie kennen das vielleicht: Die Klingel ist im Garten, im Bad oder bei laufendem Fernseher gar nicht zu hören gewesen. Mit den Jahren wird das Phänomen häufiger, weil das Gehör nicht mehr jeden Ton zuverlässig einfängt. Eine elegante Lösung für dieses Problem ist ein...
Regelmäßige Bewegung gehört zu den wichtigsten Faktoren für ein gesundes Älterwerden. Schon zehn bis fünfzehn Minuten am Tag, bei denen das Gleichgewicht gefordert ist und die Muskeln gefordert werden, tragen messbar dazu bei, die Sturzgefahr zu verringern und die Beweglichkeit zu erhalten. In der...
Vielleicht geht es Ihnen ähnlich: Der wöchentliche Skatnachmittag, der jahrzehntelang fester Bestandteil des Lebens war, findet immer seltener statt. Die Mitspieler werden älter, manche sind weiter weggezogen oder können den Weg zur gemeinsamen Runde nicht mehr leicht zurücklegen. Wenn dann noch ein paar Wintertage...
Geistige Aktivität gehört zu den wichtigsten Bausteinen für ein gesundes Älterwerden. Wer regelmäßig liest, rätselt, plant, sich austauscht oder eine Sprache pflegt, hält die grauen Zellen in Bewegung. Was früher mit Kreuzworträtselheft, Skatabend oder Lesekreis gepflegt wurde, lässt sich heute auch über Spiele Apps...