Sprühen und Wischen: Boden reinigen ohne Schlepperei

Bodenwischer mit Sprühfunktion Sprühwischer

Den Boden zu wischen zählt zu den Tätigkeiten im Haushalt, die mit den Jahren spürbar mühsamer werden. Der gefüllte Eimer will getragen, der Mopp ausgewrungen, der Rücken gebeugt werden. Lässt die Kraft in Armen und Händen nach, kostet schon das Vorbereiten Überwindung. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Ein Sprühwischer setzt genau hier an, weil er das Wischen leichter macht und den schweren Eimer überflüssig werden lässt.

So funktioniert ein Sprühwischer

Ein Sprühwischer ist ein Bodenwischer mit Sprühfunktion, der ohne separaten Putzeimer auskommt. Am Stiel sitzt ein nachfüllbarer Behälter für Wasser oder Reinigungsmittel (1). Betätigen Sie den Hebel am Griff (3), gibt eine Düse einen feinen Sprühnebel direkt vor den Wischkopf ab (2). So befeuchten Sie nur die Fläche, die Sie gerade bearbeiten, und bestimmen die Menge selbst. Den Wischbezug, meist aus Mikrofaser, nehmen Sie zum Waschen ab. Angeboten wird der Sprühwischer in zwei Ausführungen: rein mechanisch mit Sprühhebel oder Handpumpe und akkubetrieben, wobei dann ein Knopfdruck die Flüssigkeit verteilt.

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Ehrlich gesagt: Was ein Sprühwischer nicht leistet

So praktisch das Prinzip ist, ein paar Einschränkungen gehören dazu. Der Sprühhebel verlangt einen gewissen Fingerdruck. Bei ausgeprägter Arthrose oder stark nachlassender Greifkraft kann gerade dieses wiederholte Drücken unangenehm werden, weshalb sich das Ausprobieren vor dem Kauf lohnt. Der Tank fasst nur wenig Flüssigkeit, für sehr große Flächen müssen Sie also zwischendurch nachfüllen. Festgetrocknete Flecken oder gröberer Schmutz lassen sich mit dem dünnen Sprühfilm nicht immer lösen, dafür braucht es weiterhin Wasser und etwas Geduld. Hinzu kommt, dass der feuchte Bezug vor allem oberflächlich reinigt. Eine gründliche Reinigung mit reichlich Wasser ersetzt das Gerät nicht. Wer zu einem akkubetriebenen Modell greift, sollte das Gewicht prüfen, denn Motor und Akku machen den Wischer schwerer als die mechanische Variante.

Was sich im Alltag ändert

Im Alltag verschiebt sich vor allem die Hemmschwelle. Ohne Eimer, den man füllen und tragen muss, greift man schneller zum Wischer, wenn in der Küche etwas danebengegangen ist oder der Flur nach einem Regentag Schmutz zeigt. Kleine Flächen sind rasch erledigt, ohne dass Sie dafür viel Kraft aufwenden. Das Bücken zum Auswringen entfällt, was Rücken und Gelenke schont. Für viele heißt das vor allem: die Wohnung lässt sich leichter zwischendurch sauber halten, statt das Wischen aufzuschieben, bis sich der ganze Eimer wieder lohnt.

Eine Lösung von mehreren

Der Sprühwischer ist eine von mehreren Möglichkeiten, das Bodenwischen zu erleichtern. Wer den Eimer nicht ganz aufgeben möchte, findet in Wischsystemen mit Hebelpresse oder Schleudermechanik eine Entlastung, weil das kräftige Auswringen von Hand wegfällt. Für größere Flächen kommen akkubetriebene Wischgeräte infrage, die den Boden selbst befeuchten und teils sogar schrubben, dafür aber mehr kosten und regelmäßig gewartet werden wollen. Ein Dampfreiniger arbeitet ohne Chemie, ist allerdings schwerer zu führen. Und manchmal ist die ehrlichste Lösung, sich für die gründliche Reinigung regelmäßig Unterstützung zu holen, etwa durch eine Haushaltshilfe. Welche Variante passt, hängt von Ihrer Kraft, der Größe der Wohnung und Ihren Bodenbelägen ab. Im Zweifel hilft es, ein Gerät vor dem Kauf in die Hand zu nehmen und den Sprühhebel selbst auszuprobieren.

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QUELLE:
https://thomas-schatz.de/hilfsmittel/bodenwischer-2/

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