Matratzenheber: Das Bett beziehen ohne schweres Anheben der Matratze
Wer schon einmal beim Wechseln des Bettlakens mit einer schweren Matratze gerungen hat, kennt die Mühe: Mit einer Hand die Matratze anheben, mit der anderen das Laken unterziehen, während Finger und Rücken protestieren. Mit den Jahren wird gerade diese Aufgabe beschwerlicher, etwa durch nachlassende Greifkraft, Arthrose in den Händen oder Beschwerden im unteren Rücken. Ein Matratzenheber ist ein einfaches Hilfsmittel, das die Matratze anhebt und in dieser Position hält, sodass beide Hände zum Beziehen frei bleiben.
Wie ein Matratzenheber funktioniert
Ein Matratzenheber ist in der verbreitetsten Bauform ein keilförmiges Gestell, das unter die Matratze geschoben und dann aufgestellt oder eingerastet wird. Die Matratzenecke hebt sich dabei an und bleibt oben, ohne dass man sie halten muss. Das Laken lässt sich in Ruhe über die Ecke ziehen, anschließend wird der Heber wieder gelöst. Neben den einfachen mechanischen Keilen gibt es Modelle mit Hebelmechanik oder Gasdruckfeder, die das Anheben zusätzlich erleichtern.

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Ehrlich gesagt: Was der Matratzenheber leistet und was nicht
Der Matratzenheber nimmt das Anheben der Matratze ab, nicht die übrigen Bewegungen beim Bettenmachen. Das Beugen über das Bett, das Glattziehen des Lakens und das Erreichen der hinteren, wandseitigen Ecken bleiben bestehen. Wer vor allem mit dem Bücken oder mit der Beweglichkeit insgesamt Schwierigkeiten hat, gewinnt deshalb nur einen Teil.
Weitere Punkte, die zu bedenken sind:
- Die Eignung hängt vom Bett ab. Bei Matratzen, die frei auf dem Lattenrost oder Bettrahmen aufliegen, funktioniert das Prinzip gut. Bei tiefen Rahmen, in denen die Matratze versenkt sitzt, ist der Einsatz eingeschränkt oder nicht möglich. Vor dem Kauf lohnt der prüfende Blick auf den eigenen Bettaufbau.
- Bei sehr schweren Matratzen, etwa dicken Boxspring- oder Kaltschaummatratzen, stoßen einfache Keilmodelle an Grenzen. Hier ist eine Ausführung mit Hebel oder Gasdruckfeder sinnvoller.
- Das Anbringen unter der Matratze erfordert beim ersten Mal selbst etwas Kraft und Geschick. Es lohnt, das in Ruhe auszuprobieren oder sich beim ersten Aufbau helfen zu lassen.
- Der Heber verbleibt je nach Modell dauerhaft unter der Matratze oder wird bei Bedarf eingeschoben. Ein dauerhaft liegendes Gestell kann den Liegekomfort beeinflussen, hier lohnt der Blick auf flache Modelle.
- Das Angebot ist überschaubar, und die Preise variieren stark, von etwa 20 Euro für einfache Keile bis zu 80 Euro und mehr für Modelle mit Hebelmechanik.
Was sich im Alltag ändert
Wo das Anheben der Matratze die eigentliche Hürde war, kann ein Matratzenheber das Bettenmachen wieder selbstständig möglich machen. Das frische Beziehen des Bettes muss dann nicht aufgeschoben oder an andere abgegeben werden, was über die reine Hygiene hinaus ein Stück Eigenständigkeit im Haushalt erhält. Bleibt die Schwierigkeit dagegen eher beim Bücken oder bei der allgemeinen Beweglichkeit, fällt der Gewinn kleiner aus.
Eine Lösung von mehreren
Der Matratzenheber löst gezielt das Problem des Anhebens. Je nach der eigentlichen Schwierigkeit kommen andere oder ergänzende Wege in Betracht:
- Spannbettlaken mit hohem Gummizug lassen sich leichter über die Ecken ziehen als knapp geschnittene. Spezielle Bettlaken mit Schlaufen oder Greiflaschen erleichtern das Unterziehen zusätzlich.
- Ein leichteres Matratzentopper-System oder eine insgesamt leichtere Matratze kann das Hantieren dauerhaft erleichtern, ist allerdings eine größere Anschaffung.
- Eine Greifhilfe (Greifzange) hilft, das Laken an schwer erreichbaren, wandseitigen Ecken zu fassen, ohne sich weit über das Bett zu beugen.
- Steht das Bett frei im Raum, erleichtert die Zugänglichkeit von beiden Seiten das Beziehen erheblich. Manchmal ist das Umstellen des Bettes die wirksamere Lösung als ein zusätzliches Gerät.
- Wird das Bettenmachen insgesamt zu beschwerlich, kann eine Haushaltshilfe diese Aufgabe übernehmen. Bei vorhandenem Pflegegrad lässt sich der Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung unter bestimmten Voraussetzungen für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag einsetzen.
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QUELLE:
https://thomas-schatz.de/hilfsmittel/matratzenheber-2/
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