Staubwedel mit Teleskopstiel: Staubwischen ohne Bücken oder Klettern

Biegsamer Staubwedel

Wer schon einmal auf einen hohen Kleiderschrank, unter das Bett oder hinter die Heizungsrippen schauen wollte, kennt die Stellen, an denen sich Staub besonders gern sammelt und die zugleich am schwersten zu erreichen sind. Was früher mit einem kurzen Griff auf die Leiter oder einem beherzten Bücken erledigt war, wird mit den Jahren mühsamer und an manchen Stellen auch riskant. Ein biegsamer Staubwedel mit Teleskopstiel ist ein einfaches Hilfsmittel, um schwer zugängliche Stellen im Stehen zu erreichen.

Wie der biegsame Staubwedel funktioniert

Ein biegsamer Staubwedel besteht aus einem Stiel und einem Kopf, der mit Mikrofasern oder feinen Kunststofffasern besetzt ist. Diese Fasern binden den Staub, statt ihn nur aufzuwirbeln. Zwei Eigenschaften machen das Gerät für die Hausarbeit im Alter interessant: Der Teleskopstiel lässt sich ausziehen, sodass hohe Schränke, Decken oder Lampen ohne Leiter erreichbar sind, und der biegsame Kopf lässt sich abwinkeln, um in enge Spalten zwischen Möbeln oder unter flache Möbelstücke zu gelangen.

Die Köpfe gibt es in zwei Varianten. Waschbare Modelle aus Mikrofaser lassen sich nach Gebrauch ausschütteln und in der Maschine reinigen. Einwegmodelle mit Staubfangtuch werden nach Gebrauch entsorgt, was praktisch, auf Dauer aber teurer und weniger umweltfreundlich ist.

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Ehrlich gesagt: Was der Staubwedel leistet und was nicht

Der biegsame Staubwedel ist ein einfaches, günstiges Hilfsmittel mit einem begrenzten Einsatzbereich. Er nimmt trockenen, losen Staub auf. Festsitzender Schmutz, klebrige Flecken oder feuchte Verschmutzungen lassen sich damit nicht beseitigen, dafür braucht es weiterhin ein feuchtes Tuch.

Weitere Punkte, die zu bedenken sind:

  • Bei ausgezogenem Teleskopstiel wird der Wedel über Kopf schnell unhandlich. Das Arbeiten mit erhobenen Armen kann bei Schultereinschränkungen oder nachlassender Kraft anstrengend sein, auch wenn das Gerät selbst leicht ist.
  • Über Kopf rieselt gelöster Staub nach unten. Wer empfindlich auf Staub reagiert oder zu Atemwegsbeschwerden neigt, sollte dabei gut lüften und gegebenenfalls eine einfache Maske tragen.
  • Die Reinigungswirkung hängt von der Faserqualität ab. Sehr günstige Modelle verlieren Fasern oder binden den Staub schlecht. Ein waschbarer Mikrofaserkopf ist meist die langlebigere Wahl.
  • Der Stiel sollte stabil sein und sich sicher arretieren lassen. Billige Teleskopstiele knicken oder rutschen unter leichtem Druck zusammen.
  • Die Preise sind niedrig und liegen meist zwischen 5 und 20 Euro. Das macht den Staubwedel zu einem der günstigsten Hilfsmittel überhaupt.

Was sich im Alltag ändert

Der eigentliche Gewinn ist die vermiedene Leiter. Hohe und tiefe Stellen lassen sich im sicheren Stand abstauben, ohne zu klettern oder sich tief zu bücken, und das senkt eine reale Sturzgefahr im Haushalt. Weil das Gerät leicht und griffbereit ist, wird zwischendurch öfter einmal Staub gewischt, statt die schwer erreichbaren Stellen ganz aufzuschieben. Für das regelmäßige Abstauben in Greifhöhe bietet der biegsame Staubwedel gegenüber einem gewöhnlichen Staubtuch dagegen keinen großen Vorteil.

Eine Lösung von mehreren

Der biegsame Staubwedel löst vor allem das Problem der schwer erreichbaren Stellen. Je nach Aufgabe sind andere Hilfsmittel sinnvoll, oft in Ergänzung:

  • Ein klassisches Mikrofasertuch genügt für alle Flächen in bequemer Greifhöhe und kostet fast nichts.
  • Für höhere Stellen gibt es auch Wischmopps und Fensterwischer mit Teleskopstiel, mit denen sich feucht arbeiten lässt, was der trockene Staubwedel nicht kann.
  • Wer trotz Hilfsmittel nicht auf die Leiter verzichten kann oder will, ist mit einem standsicheren Tritthocker mit Haltegriff deutlich sicherer unterwegs als mit einer wackeligen Leiter oder einem Stuhl. Auf einen Stuhl zu steigen ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Sturzverletzungen im Haushalt.
  • Für tiefe Stellen unter Möbeln leistet ein Akku-Staubsauger mit Fugendüse oder ein flacher Saugroboter mehr als der Staubwedel.
  • Wenn das Putzen insgesamt zu beschwerlich wird, kann eine Haushaltshilfe die schweren oder riskanten Arbeiten übernehmen. Bei vorhandenem Pflegegrad lässt sich der Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung unter bestimmten Voraussetzungen für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag einsetzen.

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QUELLE:
https://thomas-schatz.de/hilfsmittel/biegsame-staubwedel-2/

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