Gärtern in den besten Jahren: Was eine elektrische Astschere im Garten leisten kann

Seniorin schneidet mit einer akkubetriebenen Astschere einen Ast an einem Obstbaum zurück.

Der eigene Garten gehört für viele ältere Menschen zu den schönsten Seiten des Lebens. Hier wurden über Jahrzehnte Rosen gepflanzt, Obstbäume gepflegt und ungezählte Stunden in der Sonne verbracht. Mit den Jahren lassen jedoch die Greifkraft in den Händen und die Beweglichkeit in den Gelenken nach. Aufgaben, die früher nebenbei erledigt waren, verlangen plötzlich deutlich mehr Mühe als einem lieb ist. Besonders das Schneiden dickerer Äste wird für viele Seniorinnen und Senioren zur regelrechten Plage, und nicht selten kommt der Gedanke auf, den Garten kleiner zu gestalten oder ganz aufzugeben.

So weit muss es nicht kommen. Eine elektrische Astschere ist ein Beispiel dafür wie das passende Werkzeug auch im höheren Alter die Freude an der Gartenarbeit erhalten kann.

Was diese Schere leistet

Statt kräftig zuzudrücken, betätigen Sie nur einen Auslöser, und der eingebaute Motor übernimmt die Arbeit. Die Klingen schließen sich von selbst und kommen auch durch Äste, an denen man sich mit einer normalen Schere mühsam abarbeiten würde. Versorgt wird das Gerät über einen Akku, der je nach Modell für etliche Schnitte am Stück reicht. Gerade bei Arthrose, schwächer werdenden Händen oder einer schmerzenden Schulter ist das eine spürbare Entlastung, weil die eigentliche Schneidbewegung kaum noch eigene Kraft erfordert.

Ehrlich gesagt: Ganz ohne Nachteile ist diese Lösung nicht. Durch Motor und Akku wiegt eine elektrische Astschere mehr als eine klassische Handschere, was sich bei längerem Arbeiten bemerkbar macht. Für die meisten älteren Nutzer überwiegt dennoch der Gewinn, weil die Kraft im Drücken in der Regel früher nachlässt als die Kraft im Halten.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Vor dem Kauf lohnt es sich, kurz zu überlegen, welche Aufgaben tatsächlich anstehen. Für dünne Triebe und die Rosenpflege reicht ein leichtes, günstiges Modell. Wer regelmäßig dickere Obstbaumäste schneidet, braucht entsprechend mehr Motorleistung und einen größeren Schneiddurchmesser. Achten Sie außerdem auf das Eigengewicht und die Form des Griffs. Beides sollte zur eigenen Hand und Kraft passen, weshalb es sich anbietet, das Gerät vor dem Kauf einmal in die Hand zu nehmen oder sich im Fachhandel beraten zu lassen.

Ein Werkzeug von vielen

Die elektrische Astschere ist nur ein Beispiel dafür, wie sich anstrengende Tätigkeiten mit kleinen technischen Helfern auch im Alter wieder bewältigen lassen. In nahezu jedem Bereich des Alltags gibt es solche Lösungen: elektrische Dosen und Glasöffner in der Küche, leichtgängige Wasserhähne mit Hebel statt Drehgriff, Anziehhilfen für Strümpfe oder Greifzangen, mit denen sich Dinge vom Boden aufheben lassen, ohne sich bücken zu müssen. Was diese Hilfen verbindet, ist ein gemeinsames Ziel: gewohnten Tätigkeiten weiterhin nachzugehen und so lange wie möglich selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Wer einen Überblick sucht, wird in Sanitätshäusern, bei Ergotherapeuten, in Pflegestützpunkten und in den Wohnberatungsstellen der Kommunen gut beraten. Viele dieser Hilfen sind erstaunlich preiswert, manche werden anteilig von der Pflegekasse übernommen.

Mehr Ideen im Buch

In meinem Buch „Kleine Technik, große Hilfe. Ein Wegweiser für Selbstständigkeit bis ins hohe Alter“ stelle ich eine ganze Reihe solcher Alltagshelfer vor, von einfachen mechanischen Lösungen bis hin zu modernen Sensoren. Erhältlich ist es bei Amazon unter https://amzn.to/4sS3Yv0.

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QUELLE:
https://thomas-schatz.de/hilfsmittel/astschere-2/

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