Großtastentelefon: Großen Tasten, lautes Klingeln, Fotowahltasten

Grosstastentelefon Seniorentelefon

Ein Großtastentelefon (Senioren-Telefon) hilft, wenn kleine Tasten und leise Klingeltöne das Telefonieren zur Mühe machen. Mit den Jahren lassen Sehkraft und Feinmotorik nach, und was jahrzehntelang selbstverständlich war, wird zur Fummelei: Die Ziffern sind kaum zu erkennen, der Finger trifft die falsche Taste, und das Klingeln überhört man im Nebenzimmer ohnehin. Ein Telefon mit großen Tasten setzt genau hier an, indem es die Bedienung wieder sichtbar und hörbar macht.

So funktioniert ein Großtastentelefon

Ein Großtastentelefon, oft auch Seniorentelefon genannt, ist ein Telefon, dessen Tasten deutlich größer und kontrastreicher sind als bei üblichen Geräten. Die Ziffern lassen sich dadurch auch bei schwacher Sehkraft gut erkennen und mit unsicherer Hand sicherer treffen. Meist gibt es zusätzlich einige Direktwahltasten, auf denen sich feste Rufnummern hinterlegen lassen, teils mit einem eingeschobenen Foto der jeweiligen Person, sodass ein Druck auf das Bild den Anruf auslöst. Eingehende Gespräche werden durch besonders lautes Klingeln und oft durch eine blinkende Leuchte angezeigt. Viele Modelle regeln die Hörerlautstärke verstärkt und sind hörgerätekompatibel. Angeboten werden sowohl schnurgebundene Tischtelefone als auch schnurlose Geräte, die man mit sich durch die Wohnung nehmen kann.

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Ehrlich gesagt: Was ein Großtastentelefon nicht leistet

So durchdacht diese Geräte sind, ein paar Dinge sollte man wissen. Große Tasten helfen beim Wählen und Sehen, das Verstehen verbessern sie nur, wenn das Telefon auch den Ton verstärkt. Wer vor allem schlecht hört, sollte deshalb gezielt auf einen lauten, einstellbaren Hörer und Hörgerätekompatibilität achten, sonst löst das Gerät das falsche Problem. Der Funktionsumfang bleibt zudem bewusst schlicht: Wer unterwegs erreichbar sein möchte, ist mit einem Festnetzgerät nicht bedient, dafür braucht es ein Mobiltelefon. Auch die Foto-Wahltasten haben eine Grenze, denn es passen nur wenige feste Kontakte darauf, und das Einrichten übernimmt in der Regel ein Angehöriger. Und schließlich, das gilt in dieser Serie durchgehend: Eine Taste, die im Notfall eine Nummer wählt, ersetzt keinen Hausnotruf, weil sie voraussetzt, dass Sie das Telefon erreichen und bedienen können. Für die Absicherung nach einem Sturz ist ein am Körper getragener Notruf gedacht, nicht das Telefon auf dem Beistelltisch.

Was sich im Alltag ändert

Steht das passende Gerät erst einmal auf dem Tisch, verliert das Telefonieren seine Hürden. Die Nummer der Tochter ist mit einem Blick auf das Foto gewählt, das laute Klingeln dringt auch bis in die Küche, und die blinkende Leuchte meldet einen Anruf selbst dann, wenn das Gehör ihn überhört. Wer feste Bezugspersonen auf die Direktwahl legt, muss sich keine Nummern mehr merken, was gerade bei nachlassendem Gedächtnis entlastet. Für viele bedeutet das schlicht: wieder ohne Ärger telefonieren, mit einem Gerät, das an vertrauter Stelle steht und sich bedienen lässt wie eh und je.

Eine Lösung von mehreren

Ein Großtastentelefon ist eine von mehreren Möglichkeiten, das Telefonieren im Alter zugänglich zu halten, und es passt vor allem für zu Hause. Geht es Ihnen weniger um die Tastengröße als um schlechtes Hören an einem vorhandenen Telefon, kann ein Telefonverstärker als Zwischenstück genügen, ohne dass Sie das Gerät wechseln. Wer nur eine Handvoll vertrauter Menschen erreichen und gar nicht selbst wählen möchte, kommt mit einem Einfach-Handy mit reiner Direktwahl aus. Soll das Telefon dagegen mit nach draußen, führt der Weg zu einem Seniorenhandy mit großen Tasten. Und für die reine Absicherung im Ernstfall bleibt der Hausnotruf das passende Gerät, ergänzend zum Telefon. Welche Lösung passt, hängt davon ab, ob Sehen, Hören oder das Wählen die eigentliche Schwierigkeit ist, ob Sie nur zu Hause oder auch unterwegs telefonieren und wie wichtig Ihnen die Absicherung für den Notfall ist.

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QUELLE:
https://thomas-schatz.de/hilfsmittel/grosstastentelefon-2/

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