Reißverschluss klemmt? Wie eine einfache Zug und Greifhilfe den Alltag im Alter erleichtert
Kennen Sie das? Der Reißverschluss der Lieblingsjacke will einfach nicht greifen. Die Finger sind steif, vielleicht durch eine beginnende Arthrose oder durch nachlassende Feinmotorik, und der kleine Zipper rutscht immer wieder weg. Was früher in zwei Sekunden erledigt war, wird auf einmal zur Geduldsprobe. Für solche Momente gibt es eine erstaunlich einfache Lösung, die kaum etwas kostet und kaum auffällt.
Zwei Teile, eine Wirkung
Die Zug und Greifhilfe besteht aus nicht mehr als einem kleinen Karabinerhaken und einem Schlüsselring. Der Ring wird am Zipper befestigt und liegt anschließend flach auf der Kleidung an. Im Alltag stört das nicht, optisch fällt es kaum ins Gewicht.
Der eigentliche Kniff: Statt den winzigen Zipper mit spitzen Fingern zu suchen, fassen Sie einfach den deutlich größeren Ring. Der Reißverschluss lässt sich dann mit der ganzen Hand bewegen, was bei steifen oder kraftlosen Fingern den entscheidenden Unterschied macht. Anwenden lässt sich diese kleine Hilfe an Hosen, Kleidern, Pullovern, Jacken und ebenso an Taschen oder Rucksäcken.
Warum gerade solche Kleinigkeiten zählen
Auf den ersten Blick mag das nach einer Lappalie aussehen. Wer die Situation aber selbst kennt, weiß, wie sehr ein hakender Reißverschluss den Tag verderben kann. Wer jeden Morgen mit der Jacke kämpft, lässt den geplanten Spaziergang vielleicht ausfallen. Wer ständig um Hilfe bitten muss, verliert ein Stück Selbstvertrauen, ganz unabhängig davon, ob Hilfe verfügbar wäre. Genau hier setzen kleine Alltagshilfen an: Sie nehmen Reibungspunkte aus dem Tag und sorgen dafür, dass mehr Energie für die schönen Dinge bleibt.
Auch für Angehörige interessant
Wer einen älteren Menschen begleitet, sei es als Sohn, Tochter oder als Pflegekraft, sollte solche Hilfsmittel im Hinterkopf behalten. Eine Zug und Greifhilfe ist ein hübsches Mitbringsel, das nicht nach Pflegeprodukt aussieht. Außerdem kann es ein guter Gesprächseinstieg sein, um gemeinsam zu überlegen, an welchen anderen Stellen im Alltag ähnliche kleine Erleichterungen denkbar wären.
Ein Beispiel von vielen
Solche Lösungen gibt es in vielen Lebensbereichen. Knöpfhilfen erleichtern das Schließen kleiner Hemdknöpfe, Strumpfanzieher ersetzen das Bücken beim Anziehen, Schlüsselverlängerungen bringen mehr Hebelkraft in steife Finger, und Spezialbesteck mit dickem Griff lässt sich auch bei nachlassender Greifkraft sicher führen. Wer einen Überblick sucht, wird in Sanitätshäusern, bei Ergotherapeuten und in den Wohnberatungsstellen der Kommunen kompetent beraten.
Mehr Ideen im Buch
Im Buch „Kleine Technik, große Hilfe. Ein Wegweiser für Selbstständigkeit bis ins hohe Alter“ von Thomas Schatz finden Sie eine ganze Reihe solcher Alltagshelfer übersichtlich vorgestellt, mit Bezugsquellen, Preisangaben und Hinweisen zur Finanzierung über die Pflegekasse. Erhältlich ist es bei Amazon unter: https://amzn.to/4sS3Yv0
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QUELLE: https://thomas-schatz.de/hilfsmittel/zug-und-greifhilfe-2/
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